Gebhard Kaiser

»Ich habe hohen Respekt vor den Gründern des SWW. Die Kommunen, der Landkreis und auch einige Private haben vor 70 Jahren, in schwieriger Zeit, eine Gesellschaft gegründet, mit der Aufgabe die große Wohnungsnot, die wir heute auch wieder erleben, zu lindern. Das war eine fortschrittliche Idee. In diesen 70 Jahren war es ein besonderer Schwerpunkt, bezahlbaren Wohnraum im Oberallgäu zu schaffen. Dies ist dem SWW immer bestens gelungen.

Für mich war es, in meiner Aufgabe als Landrat und Aufsichtsratsvorsitzender eine große Herausforderung, in einem 10-Jahres-Programm dafür zu sorgen, die Wohnungen aus der Gründungszeit wieder mit einem Sanierungsprogramm auf den neuesten Stand zu bringen. Das war damals eine besondere Kraftanstrengung für das SWW, hat sich aber bewährt. Wichtig war es uns auch, als die Steuerfreiheit für den sozialen Wohnungsbau wegfiel, die Steuerfreiheit für das SWW trotzdem bis 2019 zu belassen, damit dieses Geld für notwendige Investitionen im Unternehmen zur Verfügung steht. 

Zahlreiche Aufgaben sind im Lauf der Jahrzehnte dazugekommen. So spielte das SWW auch beim Umbau des Krankenhauswesens im südlichen Landkreis eine wichtige Rolle. In Bad Hindelang, wo SWW mit dem GZO für die Daseinsvorsorge gesorgt hat oder aktuell in Kempten, wo das Areal des alten Klinikums in der Memminger Straße für die Wohnbebauung neu erschlossen wird. Heute ist das selbstverständlich, damals hat dies aber zu intensivsten Diskussionen geführt.«

Für den ehemaligen Landrat des Landkreises Oberallgäu Gebhard Kaiser war es immer das größte Ziel, für die älteren Mitbürger und die jungen Familien bezahlbaren Wohnraum anbieten zu können.