Hartmut Höger

»Als ich hier bei der Lebenshilfe angefangen habe mit einer wirklich tollen Übergabe, da hatte man nur eines vergessen, nämlich einen zwar bestehenden, aber auslaufenden Mietvertrag. Und so kam es, ich war grad mal ein halbes Jahr da, dass ich einen Anruf bekomme: ‚Sie wissen ja, der Mietvertrag läuft aus, wir würden gerne das Haus in zwei Wochen übernehmen‘. Da ist mir erst einmal ganz schlecht geworden. Aber zum Glück war Aldi, der dort bauen wollte, sehr kooperativ. Und so kam eben das SWW ins Spiel. 

Die hatten dort ‚Am Alten Bahnhof‘ ein altes Gebäude stehen, das sie dem Verein Wahlfamilie versprochen hatten, was sich aber wohl doch nicht mehr lohnte zu sanieren. Und so haben wir das zusammen innerhalb von nur zwei Jahren realisiert, was ein Hammerprojekt war, weil wir ja in der Zeit auch die Finanzierung mit der Regierung von Schwaben und die Planung stemmen mussten. Und es ist etwas Besonderes geworden, ein richtiges Vorzeigeprojekt in Bayern, was mittlerweile schon mehrfach nachgebaut wurde, weil es für eine Behinderteneinrichtung einfach sehr wohnlich geworden ist. Unsere Ideen, beispielsweise der weitestgehende Verzicht auf Flure, wurden vom SWW super aufgenommen und umgesetzt. Für mich ein tolles Beispiel, wie man mit dem SWW als soziale Einrichtung gut zusammenarbeiten kann.«    

Als Hartmut Höger seinen Dienst bei der Lebenshilfe e.V. in Sonthofen antrat, konnte er nicht ahnen, dass er schon nach sechs Monaten zum Bauherrn wurde.