Oliver Kunz

» Die Gemeinde Rettenberg hat ja nur einen relativ kleinen Gesellschaftsanteil am SWW. Wir haben hier im Brauviertel auch nur zwei kleinere Gebäude aus den 60ern. Nichtsdestotrotz bin ich Mitglied im Aufsichtsrat als Vertreter der sogenannten kleinen Gemeinden, wobei ich diese Gemeinden nicht im Detail vertrete, sondern es eher darum geht, der Ausgewogenheit Rechnung zu tragen. Und trotzdem haben wir alle ein Problem gemeinsam: Es fehlt uns an bebaubarem Grund. So habe ich in Rettenberg aktuell nicht ein einziges kommunales Bauplätzchen, nicht eines! Das letzte große Areal, das uns gehörte in Untermaiselstein mit 34 Bauplätzen, haben wir die letzten fünf Jahre aufgebaut und auch vermarktet. Wenn dann mal ab und an einer der wenigen verkaufsbereiten Grundstückseigentümer aufsteht und sagt, ‚Ok, ich verkaufe an die Gemeinde’, dann werden zum Teil Preise aufgerufen, die sind – vorsichtig gesagt – nicht bezahlbar. Und wenn man noch die Erschließungskosten drauf rechnet, wird der Bauplatz so teuer, dass eine gute Durchmischung des Ortes nicht mehr möglich ist.«

Auch wenn Rettenberg nur eine kleine Gemeinde ist, so hat sie durch ihren Bürgermeister Oliver Kunz eine starke Stimme im Aufsichtsrat des SWW.