Sonja Hartmann

»Ich bin vor 16 Jahren beim SWW eingestellt worden, als die Vergabe der Wohnungen von den Kommunen auf das SWW übertragen wurde. Zu mir kommen alle Wohnungssuchenden, oft auch die Mieter, die kündigen wollen, wobei Kündigungen weniger werden, da sich die Mieter offenbar beim SWW wohl fühlen. Das bedeutet aber, dass auf wenige freie Wohnungen immer mehr Interessenten kommen und für uns, dass wir einfach nicht allen Wohnungssuchenden eine Wohnung anbieten können, was oftmals gar nicht so einfach ist. Wichtig ist es uns, dass wir die Interessenten zum persönlichen Gespräch einladen, um die Wohnungswünsche genau zu erfahren. Wir möchten gern, dass eine Hausgemeinschaft gut zusammenpasst. Wohnen in einem Haus, in dem eine Wohnung frei wird, mehr ältere Menschen oder eher jüngere Familien – wir versuchen immer eine gute Zusammenstellung zu finden. 

Das Schöne ist, dass manche Leute, die eine Wohnung anmieten konnten, oftmals nach Wochen oder Monaten kommen, um sich zu bedanken. Eine Mieterin zum Beispiel, die jetzt seit sechs Jahren bei uns wohnt, kommt jedes Jahr an dem Tag, an dem sie damals eingezogen ist und bedankt sich. Das ist das netteste Erlebnis jedes Jahr und jedes Mal sagt sie uns, wie gut es ihr gefällt und dass sie auf keinen Fall jemals wieder ausziehen möchte. Das sind dann so Erlebnisse, wo man das Gefühl hat, man hat es richtig gemacht. Was auch schöne Ereignisse sind, wenn von langjährigen Mietern, die bereits seit 20 Jahren und länger bei uns wohnen, später die Kinder oder bereits die Enkel kommen und, weil sich offenbar die Eltern oder Großeltern immer so wohl gefühlt haben, auch eine Wohnung bei uns mieten wollen.«    

Wer bei Sonja Hartmann im Büro sitzt, der hofft schon bald die Umzugskartons packen zu können. Aber bei mehr Suchenden als es freie Wohnungen gibt, wird Warten zur gefragten Tugend.